Vergleichstest online

Die besten Receiver der Mittelklasse

 

Sat-Empfänger für HD-FernsehenNachdem wir in unserem letzten Test die preisgünstige Unterklasse der Sat-Receiver unter die Lupe genommen haben, widmen wir uns heute der Mittelklasse der HD-Empfänger. Diese beginnt für uns bei einem Preis von 80 Euro und geht aufwärts bis zu 250 Euro. Auf dem Prüfstand standen zehn Modelle verschiedener Hersteller, die sich in diversen Disziplinen beweisen musste. In unserem Vergleich mussten die Bewerber unter anderem in den Bereichen der Bild- und Tonqualität sowie der Benutzerfreundlichkeit messen lassen. Wichtige Aspekte  waren außerdem die Umwelteigenschaften, also hauptsächlich der Energieverbrauch und die Verarbeitung des Gehäuses.

 

Ebenfalls ausschlaggebend für eine gute Platzierung in unseren Top 3 sind die eingebauten Zusatzfunktionen wie beispielsweise Festplatten oder Netzwerkzugänge. Diese fallen immerhin mit 15 % Gesamtanteil ins Gewicht und können die Wertung entscheidend beeinflussen. 

 

Wie finde ich die besten Mittelklasse-Receiver ?

In unserem Testlabor werden die Geräte unter gleichen Bedingungen einem Vergleich unterzogen und müssen Testbilder in einer vordefinierten Reihenfolge am Bildschirm wiedergeben. Dabei spielt unter anderem die Dauer des Bootvorgangs eine entscheidende Rolle, da diese in die Messung miteinfließt. Auch das Umschalten zwischen den einzelnen Sendern wurde von uns genauestens geprüft, so auch diese unter Umständen zur Abwertung führen können. Nun aber viel Spaß mit den Ergebnissen der einzelnen Kontrahenten.

 

Den Testsieg unter den Mittelklasse-Sat-Receivern konnte sich in diesem Monat der Technistar S2 von Technisat sichern, der uns mit einem besonders guten Preis- / Leistungsverhältnis überzeugen konnte. Bei Amazon ist das Gerät bereits ab ca. 100 Euro zu haben und bietet dabei Funktionen, die man bei wesentlich teureren Geräten teilweise vergeblich sucht. Dazu zählen unter anderem eine CI+ Schnittstelle, UPnP und ein Ethernet-Anschluss zur Einbindung ins Heimnetzwerk. Der Sat-Empfänger ist HD-fähig und nennt sich DVReady, was bedeutet, dass er in der Lage ist das TV-Programm aufzuzeichnen. Leider ist er kein reiner Festplattenreceiver, sondern man muss das das entsprechende Speichermedium gesondert zukaufen und über den USB-Anschluss verbinden. Da die Preise für Speicherplatz in der heutigen Zeit jedoch immer mehr zurückgehen, konnte dies unsere Wertung nicht negativ beeinflussen. 

Sat-Box mit HD-FestplatteBesonderes gefallen hat uns dass die Einrichtung auch für unerfahrene Benutzer ein Kinderspiel ist. Man schließt das Gerät mit dem beigefügt HDMI-Kabel an den Fernseher an und braucht eigentlich nur noch einzuschalten. Die Installation läuft anschließend in von einem Assistenten geführten Schritten ab, so dass man gar nicht mehr viel falsch machen kann. 

In der Praxis hat sich der Technistar ebenfalls als alltagstauglich bewiesen. Schnelle Startvorgänge und Umschaltzeiten machen das Fernsehen immer wieder zum Vergnügen und auch die Bildqualität weiß zu überzeugen. Ein besonderes Lob verdient sich die Set-Top-Box für die einfache Bedienung, die dank der übersichtlichen Menüführung die volle Punktzahl abräumen kann. Kleinere Abzüge mussten wir jedoch in der Energiewertung vergeben, da der Testsieger selbst im Stand-By noch ordentlich Saft zieht.

 

 

Platz 2 im Test-Ranking

Auf Platz 2 unseres monatlichen Satelliten-Überblicks schafft es dieses Mal der HD Nano aus dem Hause Humax, der im Bereich der Multimedia-Wertung die volle Punktzahl einfahren kann. Als nette Dreingabe erhält man außerdem beim Kauf ein Jahr lang das HD+ Paket kostenlos dazu. Während dies auch bei anderen Anbietern häufig der Fall ist, kommt der Nano allerdings auch noch mit einem zweimonatigen kostenlosen maxdome-Paket hinterher. Auch er verfügt über die Möglichkeit Sendungen auf einem externen Speicher zu hinterlegen und dient so nebenbei als Festplattenrecorder. Zusätzlich bietet der Humax auch Zugriff auf verschiedene Online-Angebote. Unter anderem lassen sich so die Mediatheken der Fernsehsender über den HD Satelliten-Receiver Test abrufen und verpasste Sendungen bequem im Nachhinein noch konsumieren. 

Wie bereits erwähnt ist der HD-Empfänger ein wahrer Multimediakünstler was sich auch in den zahlreichen Dateiformaten wiederspiegelt, die von der Software Media-Player unterstützt werden. Über die handlich Fernbedienung lassen sich daher ganz einfach auch mkv, avi oder mpeg Dateien verwalten. Musikfans wird die Unterstützung von MP3-Wiedergabe begeistern.

 

Den letzten freien Platz auf dem Treppchen sichert sich mit hauchdünnem Vorsprung der Topfield SRP 2100 der mit einer eingebauten 500 Gigabyte Festplatte daherkommt. Das macht ihn neben der eigentlichen Receiverfunktion zu einem praktischen Festplattenrecorder, der dank seinem Twin-Tuner sogar in der Lage ist ein Programm aufzuzeichnen und parallel ein anderes wiederzugeben. 

Auch die sonstige Ausstattung lässt keine Wünsche offen: An Bord hat der Topfield einen integrierten Web- und FTP-Server zum Dateizugriff und zur Aufnahmeprogrammierung, eine Bild-in-Bild-Funktion und als weiteres Feature die DivX-Wiedergabe. Auch die ergonomisch geformte Fernbedienung kann durchaus punkten. Abstriche muss man jedoch bei der äußerlichen Verarbeitung machen. Das Gehäuse wirkt etwas billig und das Display zur Kanalanzeige ist tagsüber nur schwer zu erkennen. 

Auf der anderen Seite zeigt sich HD Aufnahmen mit Festplattenreceiver bei den Zusatzfunktionen besonders innovativ. Beispielsweise hat er von Haus aus eine Kindersicherung an Bord, die von Eltern leicht programmiert werden kann, um den Fernsehkonsum der Kleinen besser kontrollieren zu können. Besonders gefreut hat uns das sehr gute Upscaling von SD-Inhalten auf 1080i-Auflösung, sowie der große Speicher. Dort lassen sich 7000 TV-Programme und zusätzlich 3000 Radiosender hinterlegen. Das dürfte für jeden Fernsehfanatiker mehr als genug sein.